01 Was richten zuckerhaltige Getränke an?
Ein siebenjähriger Junge, zum allerersten Mal in einer Zahnarztpraxis. Seine Mundhygiene war stark vernachlässigt, die meisten Milchzähne kariös — ein Bild, das typischerweise über lange Zeit entsteht, mit vielen zuckerhaltigen Getränken und ohne regelmäßiges Putzen. Süße Limonaden, Sirupe und Fruchtsäfte setzen die Zähne mehrmals täglich Säureangriffen aus: Der Schmelz verfärbt sich erst, dann entstehen Löcher — bei Milchzähnen mit ihrem dünneren Schmelz schneller als bei bleibenden Zähnen.
Deshalb ist Prävention so wichtig: Wasser statt zuckerhaltiger Getränke, zweimal täglich Zähneputzen unter Aufsicht (und bei Bedarf mit Nachputzen) der Eltern, und regelmäßige zahnärztliche Kontrollen ab dem ersten Lebensjahr. So ein Zustand ist nie die Schuld des Kindes — aber die Wende gelingt nur gemeinsam.



Was kann man tun?
Bei derart ausgedehnter Karies ist eine Versorgung mit Füllungen nicht mehr möglich. Ziel ist es, Schmerzfreiheit zu erhalten und eine möglichst gute Mundhygiene zu erreichen, damit die bleibenden Zähne nicht in eine ähnliche Lage geraten. Bei Schmerzen kommen das Eröffnen („Aufbohren“) oder das Entfernen des betroffenen Zahns infrage.












